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IRYO: Als Spanien als erstes Land den schnellsten Zug Europas in Betrieb nehmen konnte, hatten wir uns bereits monatelang auf diesen Moment vorbereitet.

18. Juni 2025

Sektor: Automobilbranche – Offizielles Händlernetzwerk
Projekttyp: Kundenspezifische Softwareentwicklung
Produkt: Echtzeit-Fahrzeugstatus- und Schichtmanagementsystem
Einsatz: Mehrere Mercedes-Benz-Händler in Spanien


Dieser Warteraum sagt alles.

Sie bringen Ihren Wagen zum Autohaus. Ein Techniker nimmt die Schlüssel entgegen, sagt, er werde sich das Auto gleich ansehen, und bittet Sie, im Wartebereich Platz zu nehmen. Dort gibt es Kaffee, bequeme Sessel und einen großen Bildschirm. Und dann beginnt die Ungewissheit.

Schauen sie sich das Auto an? Wissen sie schon, was damit nicht stimmt? Muss ich mit jemandem sprechen? Wie lange dauert es noch?

In der Realität führt diese Unsicherheit dazu, dass der Kunde aufsteht, Fragen stellt, den Verkäufer unterbricht, zu seinem Platz zurückkehrt und den Vorgang wiederholt. Bei Mercedes ist das ausgeschlossen. Die Marke hat jahrzehntelang ein Premium-Erlebnis aufgebaut, das selbst im alltäglichsten Moment des Fahrzeuglebenszyklus – dem Service – nicht gestört werden darf.

Sie haben uns gebeten, das zu lösen. Und das haben wir getan.


Das Problem, das niemand formalisiert hatte

Die Herausforderung war technisch nicht unlösbar. Viele Händler bewältigten sie mit internen Telefonaten, Papierkram oder schlichtweg durch Ausprobieren. Doch wenn Mercedes-Benz das Kundenerlebnis im gesamten spanischen Händlernetz vereinheitlichen will, ist Ausprobieren keine Option mehr.

Sie brauchten ein System, das:

  • Es erfasst die Fahrzeugeingabe und ordnet sie einem internen Arbeitsablauf zu.
  • Es wird dem Kunden im Raum in Echtzeit mitteilen, welcher Status sein Auto hat.
  • Es wird die verschiedenen Prozessstadien klar unterscheiden: Diagnose ausstehend, in der Werkstatt, Budget ausstehend, bereit zur Übergabe an das Büro, bereit zur Datenerfassung
  • Es sollte optisch mit den Markenstandards von Mercedes-Benz übereinstimmen.
  • Es wird innerhalb der physischen Umgebung des Autohauses stabil funktionieren, mit Bildschirmen im Ausstellungsraum und Terminals im Empfangs- und Werkstattbereich.
  • Es könnte in mehreren Einrichtungen mit unterschiedlicher lokaler Infrastruktur eingesetzt und gewartet werden.

Es lag nicht an der Idee, sondern an der Umsetzung. Und genau da setzen wir an.


Was wir entwickelt haben

Der Staatsmotor

Kernstück des Systems ist eine Echtzeit-Statusverwaltung. Jedes Fahrzeug, das in die Werkstatt kommt, erhält im System eine Kennung. Ab diesem Zeitpunkt können Werkstatttechniker und Empfangsmitarbeiter den Fahrzeugstatus mit einem Klick an ihren Terminals aktualisieren.

Der Kunde im Raum sieht die Änderung sofort auf dem Bildschirm. Reibungslos. Ohne Zwischenhändler. Ohne Nachfragen.

Die Raumschnittstelle

Das Kundendisplay ist durchdacht gestaltet. Es handelt sich nicht um eine Liste von Kennzeichen und Fahrzeugstatus in Arial-Schrift. Vielmehr bietet es eine übersichtliche Benutzeroberfläche, die von überall im Raum gut lesbar ist, mit visueller Kennzeichnung der einzelnen Statusmeldungen sowie einer Typografie und Farbpalette, die auf die Markenidentität von Mercedes-Benz abgestimmt sind. Der Kunde kann sein Fahrzeug leicht identifizieren, dessen Status ablesen und weiß genau, was ihn erwartet.

Das Bedienfeld

Parallel dazu haben die Mitarbeiter des Autohauses Zugriff auf ein internes Management-Dashboard: eine umfassende Übersicht aller aktiven Fahrzeuge, historische Zeitabläufe für jede Phase, Warteschlangenmanagement und Prioritätsverfolgung. Dieses operative Tool verbessert nicht nur das Kundenerlebnis, sondern steigert auch die Effizienz der Teamarbeit.

Bereitstellung an mehreren Standorten

Eine der größten Herausforderungen des Projekts bestand darin, die konsistente Funktionsfähigkeit des Systems in allen Autohäusern mit unterschiedlicher Netzwerkinfrastruktur, Hardware und Personalausstattung sicherzustellen. Wir haben die Software genau mit diesem Ziel entwickelt: standardisierte Installation, Fernwartung und zentralisierte Updates, sodass an jedem Punkt im Netzwerk stets dieselbe Version läuft.


Die Auswirkungen

Wenn das System funktioniert, wird sein Erfolg daran gemessen, was nicht passiert: Der Kunde steht nicht auf, um nachzufragen, der Verkäufer wird nicht unterbrochen, die Rezeption bearbeitet keine internen Anrufe über den Status eines bestimmten Autos.

Der Warteraum hört auf, ein Schwebezustand zu sein, und wird Teil des Markenerlebnisses.

Für ein Netzwerk wie Mercedes-Benz, wo jeder Kundenkontaktpunkt eine Gelegenheit darstellt, die Wahrnehmung von Qualität zu bestätigen oder zu untergraben, ist dieses Detail viel wertvoller, als es scheint.


Warum dieses Projekt uns repräsentiert

Die Cloud Group ist keine Designagentur und keine Softwarefabrik. Wir sind Systemingenieure, die verstehen, dass Software einem realen Unternehmen mit echten Menschen und realen Prozessen dient.

In diesem Fall haben wir verstanden, dass der Endkunde nicht nur das Autohaus ist. Es ist die Person, die ihren E-Klasse in die Werkstatt bringt und wissen möchte, wann sie wieder Mittagessen gehen kann.

Dieser Kontext prägte jede technische und gestalterische Entscheidung des Projekts. Und genau das ermöglichte es dem System, in mehreren Mercedes-Benz-Niederlassungen in Spanien reibungslos zu funktionieren, ohne dass sich jemand darum kümmern musste.

Das ist genau das, was gute Software ausmacht.


Haben Sie einen Betriebsablauf, der auf der Koordination zwischen Personen beruht und derzeit manuell oder unstrukturiert abläuft? Wahrscheinlich gibt es eine maßgeschneiderte Software, die dieses Problem elegant lösen kann.